Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler in Offenbach verlängert

Die meisten Infektionen werden derzeit über die Tests in Schulen entdeckt – deswegen waren die Präventionswochen mit Masken in der Schule für alle und in der Kita für alle Mitarbeitenden sehr wichtig. Die Kontaktermittler stellen in vielen Fällen fest, dass die ganze Familie positiv ist. Viele Infektionen stammen von Reisen in den Ferien. Mit den Tests an den Schulen und Kitas haben wir die Chance, Infektionsketten zu unterbrechen und zusätzlich verlängern wir die Maskenpflicht“, erläutert Bürgermeisterin Sabine Groß.

Da es für Kinder unter 12 Jahre bisher kein Impfangebot gibt, setzen wir vor allem hier unsere Schutzmaßnahmen an. Konkret bedeutet das, dass wir in allen Klassenzimmern in denen unter 12-jährige unterrichtet werden Luftfiltergeräte aufgestellt haben. Für die Kitas haben wir ebenfalls Luftfilter gekauft und bieten zudem – wie vor den Sommerferien – Tests für die Kinder in Form von Lolli-Tests an“, so Groß. Pädagogisches Personal, das Kinder in Randzeiten und außerhalb von Stammgruppen betreut, muss eine FFP2-Maske tragen.

Wir appellieren an alle Eltern, die freiwilligen und für die Eltern kostenfreien PCR-Pooltests mit der einfachen Anwendung per Lolli zu nutzen. Das schützt die Kinder und deren Familien vor einer möglichen langfristigen chronischen Erkrankung und auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Gesundheitsdezernentin Groß.

Über 1.000 Luftfilter an Offenbacher Schulen / Maskenpflicht verlängert

In den Schulen wurden für die Altersgruppe unter 12 Jahren, die noch nicht geimpft werden können, von der GBM Service GmbH der Stadtwerke Offenbach inzwischen 1005 mobile Luftfiltergeräte aufgestellt. „Zusätzlich verlängern wir nach Auslaufen der Präventionswochen, die das Land angeordnet hatte, ab dem 13. September die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in der Schule auch am Platz bis zum 26. September und die Schülerinnen und Schüler werden dreimal in der Woche getestet“, erläutert Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiss. Sobald ein Kind positiv getestet wird, werden eine Woche lang alle in der Klasse täglich getestet. Durch die Masken wird hier keine Klassenquarantäne angeordnet. „Es muss gerade jetzt mit der Variante Delta weiter die Luft in den Klassenräumen regelmäßig durch Lüften ausgetauscht werden, auch wenn Luftfilter im Einsatz sind. Eltern sollten besonders gut auf Erkältungssymptome bei ihren Kindern achten. Mit Symptomen bitten wir, die Kinder nicht in die Schule oder Kita zu schicken“, betont Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Hohe Zahlen trotz vergleichsweise wenige Tests

Aktuell wird in Deutschland vergleichsweise wenig getestet – die Zahl der positiven Tests ist daran gemessen sehr hoch. Besondere Cluster gibt es in Offenbach nicht. Viele Infektionen treten bei Reiserückkehrenden auf – denn hier werden für die Einreise Tests und das Ausfüllen der www.einreiseanmeldung.de benötigt. Das gilt auch für die Einreise mit dem eigenen Wagen. Infektionen, die hier nicht entdeckt wurden, treten dann bei den Tests in Schulen und Kitas auf. Bei einer Inzidenz über 200 in Offenbach waren rund 120 Infektionen in der Altersgruppe zwischen 5 und 19 Jahren in der vergangenen Kalenderwoche.

Beide Dezernenten appellieren daher an die Bevölkerung, das Ansteckungsrisiko durch die bekannten Maßnahmen zu senken.Kinder brauchen Schule und Kita für ihre Entwicklung. Wir alle wünschen uns weder überfüllte Krankenhäuser, die auch andere Fälle als Corona nicht mehr aufnehmen können, noch langfristige gesundheitliche Einschränkungen für die junge Generation – mit etwas gesundem Menschenverstand bei alltäglichen Kontakten und Solidarität durch Maske und Abstand können wir alle dazu beitragen“, so Groß und Weiß.

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bisher keine Impfangebote. Umso wichtiger ist, dass wir solidarisch sind und sie schützen. In Florida werden derzeit mehr als 60 Kinder pro Tag mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere, weil nicht nur eine schwere Erkrankung, sondern die Übertragung des Virus durch einen Geimpften unwahrscheinlich ist. Das wissen wir. Deswegen meine dringende Bitte, lassen Sie sich impfen und werben Sie für das Impfen bei Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen. Die Kinder haben während der Pandemie auf sehr viel verzichtet. Die Kitas und Schulen konnten lange Zeit nicht betreten werden. Sie durften Ihre Freunde, Großeltern lange Zeit nicht sehen. Sie haben unsere Solidarität mehr als verdient und sind darauf angewiesen“, so Groß.

Impfungen an Offenbacher Schulen

In Kürze starten die Impfaktionen an Schulen. Dazu erfolgt eine Information des Gesundheitsamtes an die Eltern über die Schulen. Für die Impfung sind das schriftlich erteilte Einverständnis eines Sorgeberechtigten sowie Ausweis, Krankenkassenkarte und Impfbuch notwendig. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission und vom Stadtgesundheitsamt empfohlen. Eine Impfung ist nicht möglich, wenn kurz zuvor eine Infektion mit Corona vorlag. Deshalb ist es für alle Schülerinnen und Schüler wichtig, jetzt noch eine Weile besonders vorsichtig zu sein. Für die Anerkennung einer Genesung ist die Meldung an das Gesundheitsamt für positive Tests notwendige Voraussetzung: Nur dann wird am Ende der Ermittlungs- und Betreuungsarbeit ein Genesenen-Nachweis ausgestellt. Bis zu einer Impfung muss dann einige Monate gewartet werden, bevor ein vollständiger Impfschutz erreicht werden kann.

Zweitimpfung beim Hausarzt

Kinder mit einer Erstimpfung in der Schule oder im Impfzentrum Geimpfte benötigen ab dieser Woche die Zweitimpfung durch einen Haus- oder Facharzt. Das Impfzentrum informiert dazu über den Zeitablauf. Hintergrund ist die Schließung der Impfzentren durch das Land Hessen. Für Impfungen im Impfzentrum müssen unter 14-Jährige von einem Sorgeberechtigten begleitet werden und dessen schriftliches Einverständnis vorlegen.

Quelle: Stadt Offenbach