Besuch bei Offenbachs Partnerstadt Esch-sur-Alzette: Kulturhauptstadt Europas 2022

Offenbachs Partnerstadt Esch-sur-Alzette – mit 36.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Luxemburgs – ist Europäische Kulturhauptstadt 2022. Aus diesem Grund folgten Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber und Bettina Jöst, Beauftragte für Städtepartnerschaften, am vergangenen Wochenende (26./27. Februar) der Einladung aus Luxemburg, um an den Auftaktfeierlichkeiten teilzunehmen und die Auszeichnung zu würdigen.

Oberbürgermeister Schwenke machte deutlich, dass Städtepartnerschaften in Europa ein wichtiges Fundament für Frieden seien. „Gerade in Zeiten wie diesen wird deutlich, wie wichtig die Begegnung der Menschen über Grenzen hinaus für den Erhalt von Frieden ist“, betonte der OB. „Städtepartnerschaften tragen erheblich dazu bei, dass sich die Menschen auf privater und kommunaler Ebene näherkommen. Sie fördern Zusammenhalt und Freundschaften.“ Besonders erfreut zeigte sich Schwenke darüber, dass neben ihm noch viele andere Oberbürgermeister aus verschiedenen europäischen Städten der Einladung gefolgt sind. Auch Vertreterinnen und Vertreter der EU-Kommission waren vor Ort, um zu gratulieren. „Das zeigt einmal mehr, dass wir Europäer zusammenstehen“, resümiert Schwenke die Begegnungen am vergangenen Wochenende.

Vizepräsident der EU-Kommission Margaritis Schinas im Austausch

Besonders viel Zeit für einen intensiven Austausch auch mit den kommunalen Vertretern nahm sich der Vizepräsident der EU-Kommission Margaritis Schinas. Neben Gesprächen über die Lage in der Ukraine standen die Feierlichkeiten der Stadt Esch zum Erhalt des Titels „Kulturhauptstadt Europas 2022“ im Mittelpunkt. Den Titel hatte Esch-sur-Alzette gemeinsam mit Novi Sad in Serbien und Kaunas in Litauen gewonnen. Schinas hob in seinem Grußwort auf dem Rathausplatz von Esch besonders hervor, dass Kultur ein Mittel sein müsse, um Menschen zu verbinden und dass gerade der Austausch von Menschen aus Partnerstädten ein gutes Mittel sei, sich gegenseitig kennenzulernen und zu respektieren.

Auf dem Rathausplatz hielt außerdem ein Staatssekretär des Französischen Außenministeriums ein Grußwort. Großherzog Henri von Luxemburg war ebenso zugegen wie der Premierminister des Großherzogtums Luxemburg, Xavier Bettel.  Neben Bürgermeister Georges Mischo aus Esch-sur-Alzette waren die Bürgermeister aus Offenbachs österreichischen Partnerstadt Mödling, Hans Hintner, François Grosdidier aus Metz und Pierre Cuny aus Thionville sowie die Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, Lydie Polfer, anwesend. Für Köln war Bürgermeister Ralf Heinen vor Ort, der Oberbürgermeisterin Henriette Reker vertrat, die verhindert war. Aus Portugal reiste José Manuel Silva, Bürgermeister von Coimbra, an. Außerdem waren Delegationen weiterer Städte in Esch, um den Feierlichkeiten beizuwohnen.

Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber lobte nach der Rückkehr der Offenbacher Delegation: „Das sprachbegeisterte Luxemburg war der passende Ort für eine internationale Begegnung: Schon ab der ersten Klasse lernen alle Luxemburger Deutsch, ab der zweiten Klasse Französisch und ab der fünften Klasse Englisch. Neben Letzeburgisch war Französisch während den Feierlichkeiten die Hauptsprache.

Die langjährigen Beziehungen zu Esch-sur-Alzette wie auch den weiteren Städtepartnerschaften werden für die Stadt Offenbach von Bettina Jöst im Amt für Öffentlichkeitsarbeit gepflegt. Sie freut sich, dass endlich wieder ein persönlicher Kontakt möglich war: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben bewirkt, dass wir in den vergangenen zwei Jahren keine Bürger-Reisen in unsere Partnerstädte anbieten konnten. Auch andere Begegnungen und Aktivitäten waren nicht möglich. Nun sind Lockerungen in Sicht und ich freue mich, dass wir endlich wieder in die Planung gehen können.“ Jöst bereitet derzeit eine Bürgerreise nach Esch-sur-Alzette vor, die voraussichtlich im September stattfinden soll. Sobald der genaue Termin mit der Partnerstadt abgestimmt ist, informiert die Stadt  über das Angebot in der örtlichen Presse und auf www.offenbach.de.

Quelle: Stadt Offenbach